Home Team Termine Jugend Kindergarten Chronik Gedanken Soziales Links
Impressum

 

St. Johannes

Kulturfahrten & Ausflüge

 

Gemeinsame Reisen, Erleben der Gemeinschaft beim Pfingstwochenende in Weyer waren immer wichtige Punkte in unserer Gemeinde

Kontakt: Helga Wöber

 

 


Kulturfahrt der Gemeinde St. Johannes:
Mai 2011 Istrien

   
Istrienfahrt 2011


Kultur ist eins der Zauberworte
mit ihm kommt man an ferne Orte
sieht Kirchen, Klöster und Paläste
ißt am Büffet dann nur das Beste
Herr Andy fährt ganz souverän
Pernsteiner Reisen ist bequem.

Auch diesmal haben wir´s geschafft
dank Helga – und leider ohne Kraft
in Istrien steht die Natur
im Vordergrund – und kaum Kultur
Brioni und das Küstenland
dort sah man Tiere, allerhand
zwar ausgestopft, doch auch natur
dazu dann noch ein Schnäpschen pur
da sag´ noch wer: wenig Kultur!

TAG 1

Um sechs Uhr früh am Autobus
fand man sich ein mit müdem Gruß
rasch mathematisch durchgezählt
und die Route nach Süden gewählt
in tiefes Schweigen sinkt die Schar
für Senioren es zu zeitlich war.
Willkommen heut´ auf dieser Fahrt
sie ist von ziemlich andrer Art
wir sehen, was noch niemand sah
Kuriositäten von fern und nah
tropfend und fließend eine Höhle
aufdass man sich hindurch hier quäle.
Und dennoch: hier im Untergrund
freut mancher sich zu jener Stund´
auf das Hotel, ein weiches Bett
doch vorher geht´s noch zum Büffet.

TAG 2

In alter Steine Mauern
läßt es sich überdauern
der Zeiten Not mit Sturm und Brand
das Blut versickerte im Sand
stolz stehen noch immer Tempel und Tor
wir staunend darunter und davor.
Dem Kaiser seine Schiffe lagen
ganz sicher hier in diesem Sund
zum Kampf sie sich hinaus nicht wagen
so liegen sie jetzt auf dem Grund.
Und tagsüber wurde es angenehm heiß
also saß man bei Kaffee und Eis.

TAG 3

Wer zu Labin am Turme stand
der wähnte sich in Gottes Hand
kommt dieses Land dann zur EU
so sperren sie das Türmchen zu.
Schelevi – das war das Zauberwort
dann trugen sie die Engel fort
Herr Pfarrer öffnet das Gewölb´
und sammelt ein für Karten Geld
Gesang braust auf, man ist entzückt
Lavendelduft macht dann verrückt
die Mühle für das Öl erstaunt
wo bleibt der Schnaps? So mancher raunt.
Beschwingt man zieht durchs Dorf dahin
zum Shop der Bürgermeisterin.

TAG 4

Die Küsten im Kroatenland
die sind ein wunderbarer Strand
und Inseln gibt es ohne Zahl
gern fährt man hin ein zweites Mal:
Es schaukelte das Boot so nett
Herr Otto glaubt, er liegt im Bett
und Tito zu ihm weise spricht:
Fahr´ rüber und stör´ die Reise nicht!
doch Helga ihn bald wiederfand
nahm freundlich ihn bei ihrer Hand
war froh, dass sie nun geben kann
Maria gesund den Ehemann.


 

 

TAG 4

Die Küsten im Kroatenland
die sind ein wunderbarer Strand
und Inseln gibt es ohne Zahl
gern fährt man hin ein zweites Mal:
Es schaukelte das Boot so nett
Herr Otto glaubt, er liegt im Bett
und Tito zu ihm weise spricht:
Fahr´ rüber und stör´ die Reise nicht!
doch Helga ihn bald wiederfand
nahm freundlich ihn bei ihrer Hand
war froh, dass sie nun geben kann
Maria gesund den Ehemann.
Am Turm beim kleinen Käsemann
da stellten sich die Damen an
er lockte sie mit einem Stück
da konnten sie dann nicht zurück
zukünftig aber merkt Euch alle:
Freikäse kommt nur in der Mausefalle.
In Porec beim Euphrasius
da war der große Kunstgenuss
auf Römerstraßen geht man herum.
Vorbei zwei Drittel: es ist zu dumm.

TAG 5

Istriens Mitte heißt Pazin
da fahren wir nun heute hin
in Mitterburg das Kaschtel steht
wo man besichtigend durchgeht
die Glagolitis nun grassiert
die Zeichen sind weg, was ist passiert?
Überall wird nach Schriften geschaut:
Messbücher wurden weggehaut
sind nur mehr zu finden jetzt in Wien
dort kommen wir her, da fahren wir hin.
In Hum, am Ende der Allee
rennt bei Weinsuppe Wiener Schmäh
im Schatten sitzend, unter Bäumen
von so einer Reise kann man träumen!
Nach Motovun man schaut hinauf
so brauchte man nicht gehn bergauf.
Am Abend fuhr man mit dem Kahn
und schaut sich die Delphine an.
Was Helga alles so vollbracht
sie arbeitet eben mit Himmelsmacht.

TAG 6

Die „letzte Reise“ hat begonnen
Herr Andy fährt dennoch besonnen
erreichen so bald Lipica
die Pferde sind schon länger da
sie tanzen hier in schönen Bildern
das brauch´ ich Ihnen nicht zu schildern.
Nur eines muss ich noch erwähnen
der Pferde unbändiges Sehnen
nach des Ottos Strahlungskraft.
Als Senior steht man im Saft.
Ich muss es leider kommentieren
für künft´ge Reisen ventilieren
den Pass man stets am Herzen trage
dann kann man ihn zeigen, keine Frage
der Zöllner sieht gern ein schönes Bild
verweigert man´s ihm, wird er gar wild
der Arme lebt ja in furchtbaren Zwängen
in der Amtssprache nennt man es einfach Schengen.

TAG 7

Am siebten Tag Gott Vater spricht
lasst mich in Ruh und stört mich nicht.
Auch Helga hat sich das verdient
doch schütten wir aus mit dem Bade das Kind
wenn wir nicht danken und bitten zugleich
Führ´ uns nun heim nach Österreich.
In diesem Jahr hat´s uns wieder gefallen
für´s nächste lass´ Dir was einfallen
Und: nochmals Dank und weiter so.
Bleib´ gesund und auch so froh!

21. Mai 2011+++

 

Ein Gedicht von Franz Hartmann